Medizin/ Humanmedizin

Die Medizin ist die Lehre von der Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Verletzungen und Krankheiten beim Menschen und beim Tier. Folglich lassen sich auch unterschiedliche Studiengänge von aneinander trennen, die Human- und die Tiermedizin. Die Anforderungen an das Studium der Humanmedizin bestimmen sich nach der Approbationsordnung für Ärzte/-innen. Diese wurde grundlegend reformiert und seit dem Wintersemester 2003/2004 an allen medizinischen Fakultäten der deutschen Hochschulen angewandt. Das Studium der Humanmedizin gestaltet sich seitdem weitaus praxisbezogener. Auch der sozialen Kompetenz der späteren Ärzte und Ärztinnen wird größere Beachtung geschenkt. Zudem wird der Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung sowie der Schmerztherapie stärker innerhalb des Studiums integriert. Ein Arzt bzw. eine Ärztin muss mit Abschluss des Studiums in der Lage sein, grundlegende Arbeiten wie das Diagnostizieren und Therapieren, zu verrichten. Um diesem auch gewachsen zu sein, werden während des Studiums nicht nur die erforderlichen wissenschaftlichen Grundlagen gelegt, sondern auch Aspekte der koordinierenden, gesundheitsökonomischen, allgemeinmedizinischen und pharmakotherapeutischen Problematik behandelt. Des Weiteren werden die Studierenden in neuen Prüfungs- und Ausbildungsstoffen wie z.B. die Schmerztherapie oder Notfall- und Katastrophenmedizin unterrichtet. Während des ganzen Studiums werden fortlaufend theoretische und praktische Inhalte miteinander verbunden. Der Praxisunterricht äußert sich beispielsweise in der Form von Patientendemonstrationen und Patientenuntersuchungen in kleinen Gruppen. Außerdem wird auf einen fallbezogenen und fächerübergreifenden Unterricht strengstens geachtet. Die Allgemeinmedizin bildet einen Schwerpunkt im Humanmedizinstudium. Dies dient dazu, die koordinieren und allgemeinmedizinischen Fähigkeiten der Studierenden deutlich zu verbessern. Das Studium wird nach 6 Jahren mit dem erfolgreichen Bestehen der zweiten Ärztlichen Prüfung abgeschlossen. Zuvor muss der Student bzw. die Studentin jedoch die Hürde der ersten bzw. staatlichen Ärztlichen Prüfung und ein praktisches Jahr absolvieren. Während des praktischen Jahres verbringen die Studierenden insgesamt 48 Wochen in unterschiedlichen medizinischen Fachbereichen wie z.B. Chirurgie, Innere Medizin oder Allgemeinmedizin. Nach Beendigung des Studiums nehmen die Absolventinnen und Absolventen in der Regel eine Assistenzarztstelle an.

Praktika:

Eine Ausbildung in Erster Hilfe sowie das Absolvieren eines dreimonatigen Krankenpflegedienstes vor Beginn oder während des Studiums (bis zur ersten Ärztlichen Prüfung) sind unverzichtbare Voraussetzungen, an denen niemand vorbeikommt. Des Weiteren muss eine Famulatur abgelegt werden. Die Famulatur ist ein 4 monatiges Praktikum an Krankenhäusern oder Arztpraxen, das Medizinstudenten während ihres Studiums durchlaufen müssen. Die Famulatur ist durch die Approbationsordnung für Ärzte vorgeschrieben und wird von den Landesprüfungsämtern anerkannt. Im Verlauf des Studiums müssen außerdem weitere Blockpraktika hinter sich gebracht werden. Zuletzt sollte nicht das eben beschriebene praktische Jahr vergessen werden, welches zusätzlich auf die Studierenden zukommt.

Abschluss:

Staatsexamen

Tätigkeitsfelder:

Ärzte und Ärztinnen arbeiten in der Regel als niedergelassene Ärzte in freien Praxen. Sie werden aber auch in Krankenhäusern, Kureinrichtungen, Sanatorien oder bei der Bundeswehr tätig. Weitere Berufswege stehen ihnen in der Forschung und Lehre sowie in der öffentlichen Verwaltung, Sportmedizin oder der pharmazeutischen Industrie offen. Aber auch im nicht-kurativen Gebieten wie der medizinischen Informatik oder im Gesundheitsmanagement bieten sich ihnen Möglichkeiten tätig zu werden.

Beispiele für Universitäten:

Universität Heidelberg, Technische Universität München, Universität Leipzig, Universität Köln, Humboldt-Universität Berlin, Universität Bonn, Universität Ulm, Universität Münster, Universität Düsseldorf, Universität Jena

Für diejenigen, welche nicht den geforderten NC vorweisen können, kann vielleicht die Studienplatzklage oder eine private Hochschule weiterhelfen.

Überlegt ihr, ob ein Medizinstudium für euch das richtige ist? Hier findet ihr einen Erfahrungsbericht zum Medizinstudium.