Maschinenbau
Das Studium Maschinenbau, der Weg zum Ingenieur
Der Studiengang “Maschinenbau” gehört zu den wichtigsten Ingenieurswissenschaften, da der Anlagen- und Maschinenbau in Deutschland den größten Industriezweig verkörpern und somit von erheblicher Bedeutung für die technische Weiterentwicklung unseres Landes sind. Der Maschinenbau an sich beschäftigt sich nicht nur mit der Maschine als “Gerät”, sondern auch mit Resultaten der Feinwerktechnik, mit Fahrzeugen, mit der Verfahrenstechnik, Versorgungstechnik, Sicherheits- und Produktionstechnik usw. Hierbei spielt die Vernunft und auch immer mehr die Umwelt in Bezug auf die Anwendung der Systeme und Maschinen eine entscheidende Rolle. Aufgrund der Vielfalt und Komplexität der Fachbereiche des Maschinenbaus, findet man diese heutzutage sehr oft auch als eigenständige Studiengänge an den Hochschulen. So existieren beispielsweise die Studiengänge Feinwerktechnik, Mikrotechnik, Fahrzeugtechnik, Verkehrstechnik, Mechatronik oder Luft-und Raumfahrttechnik.
Der Ablauf des Studiums Maschinenbau
Das Studium des Maschinenbaus absolviert man an Universitäten in der Regel in zehn Semestern, an Fachhochschulen in acht Semestern. Es unterteilt sich meist in ein Grund- und Hauptstudium, wobei im Grundstudium zunächst die wichtigen naturwissenschaftlichen, mathematischen und technikwissenschaftlichen Grundlagen gelegt werden. Dazu werden Module wie z.B. Thermodynamik, Mathematik, Konstruktionslehre, technische Informatik, Werkstoffkunde und Werkstoffprüfung oder Betriebs- und Arbeitsorganisation angeboten. In den höheren Semestern vertieft bzw. erweitert man seine Kenntnisse aus dem Grundstudium und legt sich auf ein bestimmtes Gebiet fest, mit welchem man sich in naher Zukunft näher befassen möchte (Wahl des Schwerpunktes). Je nach Hochschule sind die Wahlmöglichkeiten unterschiedlich gestaltet. Beispielsweise kann man sich für das Thema “Produktions-/Fertigungstechnik”, “Wärme-,Förder- und Antriebstechnik”, “Land- und Erdbaumaschinen” oder “Luft- und Raumfahrttechnik” entscheiden. Des Weiteren werden sogenannte Fachmodule angeboten. Hier haben die Studenten und Studentinnen z.B. die Möglichkeit an Fächern wie Numerische Berechnungsverfahren, Fertigungstechnologie, Regelungstechnik oder Energietechnik teilzunehmen. Zudem können sie zusätzliche Qualifikationen in den Bereichen “Fremdsprachen” oder “Projektmanagement” erhalten.
Welche Praktika muss ich für Maschinenbau absolvieren?
Die Fachhochschulen befürworten je nach schulischer Vorbildung ein Vorpraktikum von mehreren Wochen im Bereich der Metallverarbeitung. Während des Studiums wechseln sich Praxisphasen von unterschiedlicher Dauer ab. Die deutschen Universitäten verlangen meistens ein Vorpraktikum von 6 bis 8 Wochen. Im Verlauf des Studiums kommen auf die Studierenden 6 bis 14 Wochen praktische Tätigkeit in der Industrie zu.
Welchen Abschluss kann ich erhalten?
Bachelor, Master, Diplom
Welche Berufsfelder stehen mir als Maschinenbau / Maschinenbauerin offen?
Das spätere Berufsleben der Absolventen und Absolventinnen des Studienganges “Maschinenbau” orientiert sich an der Wahl ihres Schwerpunktes im Studium. So können sie z.B. in der Arbeitsvorbereitung, Entwicklung, Konstruktion, Instandhaltung oder Anwendungsberatung tätig werden. Für Maschinenbauingenieure und Maschinenbauingenieurinnen bieten sich aber auch Beschäftigungsmöglichkeiten in der Forschung und Lehre, im öffentlichen Dienst, bei Wirtschaftsverbänden oder bei Überwachungsvereinen. Natürlich können sie auch als Selbstständiger oder Selbstständige im Bereich der Sachverständigung arbeiten. Sollte man sein Studium an einer Universität abschließen, beträgt das Einstiegsgehalt je nach Branche jährlich 35.000 bis 43.000 Euro brutto.
Wo kann ich Maschinenbau studieren?
Technische Universität Aachen, Technische Universität Berlin, Technische Universität Braunschweig, Universität Dortmund, Technische Universität Dresden, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Fachhochschule Hannover, Hochschule Konstanz, Fachhochschule Deggendorf, Hochschule Mannheim




