Architektur
Das Studium der Architektur, die Lehre vom Bauen und Entwerfen
Der Begriff Architektur leitet sich von dem lateinischen Terminus „architectura” ab, welcher wiederum seinen Ursprung im Griechischen hat. Der Studiengang Architektur gehört zu den Ingenieurswissenschaften und beschäftigt sich mit dem Planen, Entwerfen und Bauen von Gebäuden. Hierbei kann es sich sowohl um Industriebauten und öffentliche Gebäude als auch um Wohnhäuser handeln. Im Groben und Ganzen befassen sich die Studierenden in ihrem Studium mit „gebautem Raum”. Sie beschäftigen sich also auch mit Fragen, die z.B. Themen wie die Sanierung betreffen. Wichtig für das Arbeiten eines Architekten oder einer Architektin sind nicht nur das technisch-konstruktive Verständnis sondern auch die gestalterischen Fähigkeiten. Hier soll ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen der künstlerischen Gestaltung und der technisch-wirtschaftlichen Umsetzung erreicht werden. Ebenfalls werden ökonomische und baurechtliche Aspekte während des Studiums erläutert. Aber auch dem Menschen an sich als lebendes, wohnendes, arbeitendes, erholendes und lernendes Individuum wird viel Aufmerksamkeit zu Teil. In der Regel werden zwei Formen des Architekturstudiums angeboten. Bei der Ersten handelt es sich um ein dreijähriges Bachelorstudium mit einem anschließenden konsekutiven Masterstudium, welches zwei Jahre dauert. Um nun die Berufsbezeichnung „Architekt/-in” führen zu dürfen, bedarf es zusätzlich einer zweijährigen berufspraktischen Tätigkeit. Die andere Variante setzt sich aus einem achtsemestrigen Bachelorstudium und eben benannter berufspraktischer Tätigkeit zusammen.
Wie verläuft das Studium der Architektur ?
Im Verlauf des Studiums dienen Module wie Entwerfen/Baukonstruktion, Innenraumgestaltung oder Darstellung und Design die entsprechenden Fähigkeiten eines Architekten bzw. einer Architektin zu vermittelt. Aber den naturwissenschaftlich-technischen Grundlagen kommt auch eine große Bedeutung zu. So beschäftigen sich die Studierenden z.B. mit Fächern wie Materiallehre und Bauphysik, Tragwerkslehre oder Gebäuderüstung. Des Weiteren werden Module betreffend des Rechts und Umweltschutzes behandelt. Hinzu kommt eine Ausbildung in Fremdsprachen sowie weitere Möglichkeiten Schlüsselqualifikationen zu erlangen.
Welche Praktikas muss ich im Studium absolvieren?
Die Hochschulen haben meist besondere Zulassungsverfahren, um festzustellen ob der Bewerber oder die Bewerberin für ein Architekturstudium geeignet ist. An den deutschen Universitäten wird in der Regel eine praktische Tätigkeit von 6 Wochen bis 6 Monaten vor und/ oder während des Studiums im Architekturbüro und Bau- oder Baunebengewerbe verlangt. Über die detaillierten Anforderungen erkundigt man sich sicherheitshalber bei der gewünschten Einrichtung vor Ort. Die deutschen Fachhochschulen setzen in der Regel ein mehrwöchiges Vorpraktikum voraus, dieses orientiert sich an der beruflichen Erfahrung des Bewerbers/ der Bewerberin. Innerhalb des Studiums wechseln sich verschiedenen Praxisphasen ab.
Welchen Abschluss kann ich erhalten ?
Bachelor, Master, Diplom
Was kann ich als Architekt nach dem Studium alles tun?
Am häufigsten sind die Absolventen und Absolventinnen des Studienganges Architektur als Freiberufler oder Angestellte bei Architektenbüros tätig. Ein weiterer Arbeitszweig wird auch durch die Bauwirtschaft verkörpert. Zudem haben sie die Möglichkeit in der öffentlichen Verwaltung zu arbeiten. Aber auch eine Tätigkeit als Sachverständiger bleibt ihnen nicht verschlossen. Größe Planungsbüros bei großen Unternehmen und Baugesellschaften bieten ihnen ebenfalls attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten.
Wo kann ich Architektur studieren?
Technische Universität Aachen, Technische Universität Berlin, Universität der Künste Berlin, Technische Universität Cottbus, Technische Universität Dresden, Fachhochschule Coburg, Technische Fachhochschule Berlin, Fachhochschule München, Fachhochschule Köln, Hochschule Karlsruhe






